Schwerelos und spektakulÀr (Schwabo 01.02.16)
SchwarzwÀlder-Bote, 31.01.2016 17:21 Uhr

Ob „Little Dreamers“ oder DJK-Gymnastinnen: Das Programm beim „Spo(r)tlight“ des TSV Ebingen war hochkarĂ€tig und zum Mitmachen. Foto: SchwarzwĂ€lder-Bote
Die „Spo(r)tlight“-Gala des TSV Ebingen vor ausverkaufter Festhalle war diesmal nicht nur zum Zuschauen, sondern auch zum Mitmachen. Da lieĂen sich gar OberbĂŒrgermeister Klaus Konzelmann und TSV-Urgestein Werner Fischer nicht lange bitten.
„Wenn Akrobatik, Tanz, Anmut, Live-Musik, gutes Essen und Barbetrieb zusammenkommen, dann sind Sie beim TSV Ebingen“, begrĂŒĂte Vorsitzender Hartmut Rall die GĂ€ste in der ausverkauften Festhalle zum „Spo(r)tlight“, das diesmal ganz schaurig begann, denn die kleine Lisa hat „MonstertrĂ€ume“: Nachts purzeln und tanzen bunte Monster â in den KostĂŒmen stecken die neun- bis 21-jĂ€hrigen SchĂŒtzlinge von Alice Schumacher und Alexandra Jetter aus der TSV-Turnschule â durch ihre TrĂ€ume.
Ihre AgilitĂ€t steckt an, und so ist es Uschi Ringle ein Leichtes, die Zuschauer beim Flashmob „ebbes fĂŒr Ă€lle“ zum Mitmachen zu bewegen. Was sie tun mĂŒssen zum Song „Magic in the Air“, verrieten StrichmĂ€nnchen auf einem Handzettel, und Sportler aller Generationen im TSV machen es auf der BĂŒhne vor.
Jolanta Schieber bringt gleich drei Gruppen in Bewegung: Frauen jedes Alters aus der Montagsgruppe lassen die BĂŒhne mit „Step & Bokwa“, dem neuen Trendsport, vibrieren, ihre Zumba-Gruppe zeigt, dass der Kalorien-Killer-Sport auch anmutig sein kann, und ihre Ă60-Damen verdienen sich tosenden Applaus mit ihrer Aerobic-Show mit Theraband. Noch weit entfernt von dieser Altersgruppe, aber doch schon jenseits ihrer aktiven Karriere, die von Meistertiteln gekrönt war, sind die ehemaligen GerĂ€teturnerinnen von GĂŒnther Bitzer und Rudi Hotz, die es an den Strand verschlagen hat, wo sie turnen, tanzen und dank Flik-Flaks und Akrobatik einem Hai entkommen.
Was „Bayrobic“ ist, demonstrieren Verena Maier und Stephan Rapp mal zu temporeicher, mal zu Schmusemusik: Aerobic, gemischt mit Akrobatik und Schenkelklopfern in WeiĂ und Blau, denn die erfolgreichen TSV-Mitglieder leben und trainieren seit 2001 in MĂŒnchen, wie die charmanten Moderatorinnen Carolin Wacker und Valerie von Pressentin verraten.
„Grenzen ĂŒberwinden und FreirĂ€ume schaffen“ â das soll die Choreografie der „TraumtĂ€nzer“ symbolisieren, die unter Andrea Stolls Leitung einmal mehr einen Höhepunkt des Abends prĂ€sentieren mit ihrem ausdrucksstarken Tanz in flieĂenden GewĂ€ndern.
Das Kontrastprogramm folgt nach der Pause: Parkoursport, bei dem den Zuschauern der Atem stockt, denn die SchĂŒtzlinge von Marco BĂŒcherer, Anton Weise und Linus Alber springen WĂ€nde hinauf, schlagen spektakulĂ€re Salti und fliegen scheinbar schwerelos ĂŒber die BĂŒhne. Auch dazu hĂ€tte der Titel des Songs gepasst, den sich Nadine Schiebers „Stardancer“ fĂŒr ihre schwungvolle Choreografie ausgesucht haben: „Itâs raining Men“ â es regnet MĂ€nner.
Was trĂ€gt der Schotte unter dem Kilt? Es ist ein Turn-Höschen â das können die Zuschauer prima erkennen, als Stephan Rapp den „Hot Scot“, den heiĂen Schotten, gibt und mit einem Springseil ĂŒber die BĂŒhne wirbelt.
Meisterinnen mit Meistertiteln
FĂŒr den nĂ€chsten Höhepunkt â „Frozen“ â zeichnen wieder weibliche Meister ihre Fachs verantwortlich: Anna Schöllhorns und Sophia Kistermanns 15- bis 23-jĂ€hrige Gymnastinnen von der DJK Ebingen begeistern mit Grazie, lassen die BĂ€nder kreisen, und das Publikum weiĂ sofort, warum sie bis zur Bundesebene hinauf Titel und TreppchenplĂ€tze erobern.
Doch auch die „Little Dreamers“ von Tanja Scherer und Marie Schultz â seit zehn Jahren in fast unverĂ€nderter Besetzung â wissen mit Weiblichkeit, Charme und Einfallsreichtum zu punkten mit ihrem Tanz „Adore“.
Das können nur noch die Turnerinnen von Alice Schumacher und Alexandra Jetter toppen: Beim „Schwebebalkenzauber“ wechseln sich akrobatische Bodenformationen und spektakulĂ€re SprĂŒnge und Flik-Flaks auf dem schmalen Balken ab. So ist das Publikum nach gut zwei Stunden Show hin- und mitgerissen von der Vielfalt und will auch dann noch nicht nach Hause gehen, als Hartmut Rall den Aktiven, dem GerĂ€te-Kommando und den Organisatoren Martina Ringle, Heiko KĂ€ppel und Helmut Wacker mit Rosen gedankt hat. Muss es auch nicht, denn im Foyer warten HĂ€ppchen, GetrĂ€nke und die Band „No Change“, die mit toller Live-Musik das VergnĂŒgen bis weit in den spĂ€ten Abend streckt.
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