AnlĂ€sslich der Weihnachtsfeier der Wettkampfturnerinnen ĂŒberreichte der Vorsitzende des Sportkreises Zollernalb, Herr Hendrik Rohm, als Vertreter des Turngaus Zollern-Schalksburg das QualitĂ€tssiegel âSTB-Turnschuleâ an den TSV Ebingen. âDas Siegel ist ein PrĂ€dikat fĂŒr wettkampftreibende Vereine im SchwĂ€bischen Turnerbund (STB)â, wie Helmut Wacker, Vorstandsmitglied des TSV Ebingen, erlĂ€uterte. Es stehe fĂŒr qualifizierte Ausbildung im Wettkampfsport. Voraussetzung sei, dass ĂŒber alle Altersklassen das Training von C-lizensierten Ăbungsleitern geleitet werde und die Altersgruppen auch an entsprechenden STB-WettkĂ€mpfen (Talentcup, STB-Kindercup bzw. GrundlagenwettkĂ€mpfen / P-Stufen) teilnĂ€hmen. Wacker dankte den engagierten Ăbungsleitern mit C-Lizenz sowie den im Jahr 2014 aktiven Ăbungsleitern und Helfern, speziell Alice Schumacher, die die Beantragung des QualitĂ€tssiegels vorgenommen habe. âDer TSV Ebingen hat in der Sportart GerĂ€tturnen die Kriterien vorbildlich erfĂŒlltâ, so Hendrik Rohm. Der Verein sei damit der erst 10. Verein im Bereich des STB, der als STB-Turnschule fĂŒr das GerĂ€tturnen qualifiziert sei und der bislang einzige Verein im Turngau Zollern-Schalksburg. Er ĂŒbergab die Urkunde an Rudi Hotz, Abteilungsleiter Turnen.
GemÀà Aussage der Stadtverwaltung ist mit einer Ăffnung der Schlossberghalle erst nach den Sommerferien (also Mitte September) zu rechnen. Die komplette Deckenkonstruktion muss mit Netzen gesichert werden.
Aktuelle HallenÀnderungen (nach Pfingstferien, d.h. ab 23.06.):
Das GerÀt-Turnen der Jungs dienstags und donnerstags in der Schlossberghalle fÀllt bis nach den Sommerferien aus. Danach wir dieses Angebot neu aufgesetzt.
Parkour-Sport verlegt auf Montag, Mazmannhalle ab 16:30 Uhr
Turnen-Erlebnis-Abenteuer verlegt auf Mittwoch, Hohenberghalle ab 16:00 Uhr
Badminton verlegt auf Montag, Mazmannhalle ab 20:30 und Freitag, Kreissporthalle ab 20:00 Uhr
Parkour ist bei den Jugendlichen sehr beliebt â Trainiert wird in der Schlossberghalle
Albstadt-Ebingen, 01.03.2014 von Benno Schlagenhauf
Mit dem klassischen Turnen im Sportunterricht konnten die meisten Jugendlichen, die in der Ebinger Schlossberghalle Saltos schlagen und ĂŒber Hindernisse springen, nichts anfangen. Bei Parkour ist das anders.
Tilo Boebel nimmt Anlauf, springt ab und fliegt ĂŒber zwei WĂ€gen mit Rollmatten. Im Sportunterricht hieĂe diese Ăbung Hocksprung, bei Parkour âsaut de chatâ â Katzensprung.
âTurnen ist mein zweitbestes Fach im Sportabi, ich habe schon immer gerne geturntâ, erzĂ€hlt der 17-JĂ€hrige. Damit ist er in der AlbstĂ€dter Parkourgruppe aber eher eine Ausnahme: âSonst konnte fast
keiner hier etwas mit Turnen anfangen, bevor er Parkour gemacht hat.â Marco BĂŒcherer ist einer der ehemaligen Turn-Verweigerer: âIch bin erst ĂŒber Parkour in die Turnbewegungen reingekommen.â Dass der 18-JĂ€hrige seit er Parkour macht kein Turnen mehr im Sportunterricht hatte, bedauert er beinahe ein bisschen: âDas hĂ€tte sich sicher auch in den Noten gezeigt.â
Begonnen hat die Parkourbewegung in Albstadt, die ihren Ursprung in den Pariser Vororten hat, mit einer AG am Gymnasium Ebingen.
Sportlehrer Christian Heinlin hat diese vor rund zwei Jahren ins Leben gerufen, etwa ein halbes Jahr spÀter kam das wöchentliche Training in der Schlossberghalle dazu. Die Gruppe trainiert hier als Unterabteilung des TSV Ebingen.
âIch habe jahrelang GerĂ€tturnen gemacht und wĂ€hrend des Studiums einen Bezug zu Parkour gefunden und schlieĂlich meine Abschlussarbeit darĂŒber geschriebenâ, berichtet Heinlin. Parkour beschreibt er als ânormfreies Turnen in urbaner Umgebungâ. Der Sportlehrer erklĂ€rt: âDer Unterschied ist, dass nicht alles akkurat und perfekt sein muss wie im klassischen Turnen. Es mĂŒssen nicht auch noch die Zehenspitzen gestreckt sein, jeder kann die Bewegung individuell ausfĂŒhren.â
Viele der Traceure â so heiĂen Sportler, die Parkour machen â trainieren zweimal wöchentlich, in der AG und im Verein. Inzwischen hat sich aber auch ĂŒber das Ebinger Gymnasium hinaus herumgesprochen, was die Jugendlichen in der Schlossberghalle treiben. âEs ist inzwischen ein bunter Mix aus allen Schulartenâ, erklĂ€rt Heinlin.
Ein Beispiel dafĂŒr ist Anton Weise. Der 16-jĂ€hrige Ebinger geht in Frommern zur Schule.
âIch habe ĂŒberall im Internet geschaut, ob es irgendwo Parkourgruppen gibt, weil ich so etwas schon immer machen wollte. Ăber Facebook bin ich dann zu der Gruppe dazugestoĂen.â
Heinlin leitet in der Parkour-Gruppe das Training der AnfĂ€nger, Tilo Boebel ĂŒbernimmt inzwischen selbststĂ€ndig das Fortgeschrittenen-Training. âDas ist der Gedanke dahinter, dass irgendwann alles von alleine lĂ€uft und SchĂŒler fĂŒr SchĂŒler da sindâ, erklĂ€rt Heinlin. âEs ist beeindruckend, wie souverĂ€n Tilo das in seinem Alter macht und die Gruppe im Griff hatâ, lobt Heinlin.
Dass die Sportart noch Exoten-Charakter hat und ansonsten eher ein PhĂ€nomen der GroĂstĂ€dte ist, stört die AlbstĂ€dter Traceure nicht. âHier gibt es zwar nicht ganz so viele Orte, wo man Parkour machen kann, aber wir haben ja schlieĂlich auch die Halleâ, erklĂ€rt Tilo Boebel. Zudem finden sich ĂŒberall Orte, wo man Parkour machen kann. âMan bekommt einen ganz anderen Blick fĂŒr seine Umgebung, man schaut ĂŒberall, wo man etwas machen könnte. Oft reicht schon eine Mauer oder eine Treppeâ, erzĂ€hlt Tilo Boebel.
Der Sportplatz der Traceure ist die Stadt. Je mehr Hindernisse sie bietet, desto besser.
Auch das Internet spielt bei den Traceuren eine wichtige Rolle: âIch schaue viele Youtube-Videos zum Thema. Da holt man sich Anregungenâ, sagt Tilo Boebel. Evelyn Karsten ist eins von wenigen MĂ€dchen bei den Fortgeschritteten. Dennoch sieht die 16-JĂ€hrige Parkour nicht als reine Jungensportart: âIch finde Sport ist sowieso unisexuell.â Parkour sei ein Zusammenspiel aus Kraft und Technik, âdeshalb kann man das gar nicht so genau abgrenzen, ob Parkour eher etwas fĂŒr MĂ€dchen oder fĂŒr Jungs ist.â
FĂŒr die kleinsten Parkourfans ist in der Schlossberghalle ebenfalls etwas geboten. Beim Kinderturnen fĂŒr Kinder ab der ersten Klasse flieĂen bereits Elemente und Ăbungen ein, die sonst erst viel spĂ€ter gemacht werden.
âDie Kinder machen ganz spielerisch HandstandĂŒberschlĂ€ge ĂŒber Hindernisse â beim klassischen Kinderturnen könnte man sich so etwas gar nicht vorstellenâ, erklĂ€rt Heiko KĂ€ppel vom TSV Ebingen.
Manchmal muss der Leiter des Kinderturnens seine SchĂŒtzlinge allerdings bremsen: âBei den Kleinen ist es immer eine Gratwanderung zwischen Ausprobieren und Ăbermut. Die sehen eben auch bei den GroĂen zu und machen das dann nachâ. Im Grunde verfolgt KĂ€ppel mit dem ânormfreien Kinderturnenâ die gleichen Ziele wie beim klassischen Kinderturnen: NĂ€mlich, dass die Kinder sich mehr bewegen. âWir haben das hier nur etwas anders, etwas knackiger verpackt.â Und das kommt an: âWir sind an der KapazitĂ€tsgrenze. Es stehen schon acht Kinder auf der Warteliste.â
Parkour â Die Kunst der Fortbewegung
Parkour: Bei Parkour geht es darum, möglichst schnell und effizient von A nach B zu kommen. Dabei springen und klettern ParkourlĂ€ufer (franz.: le traceur = âder, der eine Linie ziehtâ) ĂŒber Hindernisse die ihnen im Weg stehen.
Ableger: WÀhrend es sich bei Parkour um eine reine Fortbewegungsart handelt, kommen beim Freerunning akrobatische Elemente hinzu, die teilweise der eigenen Profilierung dienen. Beim Parcouring werden Wettbewerbe auf Zeit veranstaltet. Parkour im eigentlichen Sinne ist nicht wettbewerbsfÀhig.
Historie: Entwickelt wurde Parkour von Raymond Belle, seinem Sohn David Belle und anderen in den Vororten von Paris.
Alice Schuhmacher ist als WLSB-Vorbild fĂŒr das âJunge Ehrenamtâ auserkoren
Alice Schuhmacher ist leidenschaftliche Ăbungsleiterin beim TSV Ebingen. FĂŒr den WĂŒrttembergischen Landessportbund (WLSB) wurde sie Vorbild fĂŒr das âJunge Ehrenamtâ. Landesweit.
âIhreâ MĂ€dchen tragen sie voller Begeisterung regelrecht auf HĂ€nden, Alice Schuhmacher ist bei den jungen Nachwuchsturnerinnen gleichermaĂen beliebt, anerkannt und geschĂ€tzt. Dies war fĂŒr ihre Trainer- und Mannschaftskollegin Alexandra Jetter â âsie ist eine Vorzeigesportlerinâ â im Jahr 2011 Anlass genug, sie bei der WĂŒrttembergischen Sportjugend zum âVorbild des Jahresâ vorzuschlagen. Was man auf der Alb erhofft hatte, trat ein. Alice Schuhmacher wurde in der Kategorie âTrainer und Ăbungsleiterâ zur Siegerin gewĂ€hlt und mit dem berĂŒhmten âVictorâ geehrt.
Dieser Tage kam die 24-jĂ€hrige sympathische Turnerin erneut zu Ehren. Beim WLSB erinnerte man sich an Alice Schuhmacher, zumal sie sich auch durch turnerische Leistungen in der Verbandsliga-Mannschaft des TSV Ebingen ĂŒberregional einen Namen gemacht hat. Das Jahr 2013 stand bei einigen VerbĂ€nden unter dem Motto âJunges Ehrenamtâ. Zu ehrende Vereinsmitarbeiter wurden ebenso gesucht wie Vorbilder. FĂŒr diese wurde Schuhmacher auserkoren und schaut aktuell mit einem stolzen LĂ€cheln aus dem Magazin âDer Sportâ, welches landesweit gelesen wird.
Dreimal die Woche steht die 24-JĂ€hrige in der Ebinger Turnhalle, trainiert nacheinander zwei MĂ€dchengruppen im Alter von sechs bis acht Jahren und von neun Jahren an aufwĂ€rts. Rund 14 Stunden lang ist sie in Summe wöchentlich tĂ€tig. âDas Turntraining hat absolute PrioritĂ€tâ, sie investiert all ihre Zeit, Energie und Herzblut fĂŒr die MĂ€dchen.
Seit ihrem sechsten Lebensjahr turnt sie fĂŒr den TSV, hat in der langen Zeit viele Punkte und viele Erfolge fĂŒr ihren Verein geholt. Sie ist mehrmalige Landessiegerin sowohl im Einzel wie mit der Mannschaft, obwohl ihr selbst wenig Zeit bleibt zu trainieren. Die einzige Möglichkeit, um selbst an die GerĂ€te zu gehen, ist einmal die Woche im Hochschulsport an der Eberhard-Karls-UniversitĂ€t TĂŒbingen, wo sie Jura studiert.
TĂ€glich nimmt die Ausgezeichnete zwei Stunden Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln fĂŒr das Studium in Kauf. In die Studentenstadt TĂŒbingen zu ziehen, kommt nicht in Frage, warum, beantwortet sie sehr sozial: âIch könnte doch meine Sportgruppen nicht mehr betreuenâ.
Ihre verbleibende, knappe Zeit nutzt sie, um KostĂŒme zu entwerfen und zu nĂ€hen, Musik auszusuchen, neue ĂbungskĂŒren zusammenzustellen, Auftritte und Trainingslager zu planen. âTurnen ist mein Lebenâ, erzĂ€hlt sie freudig, daher ĂŒbernahm sie bei der letzten Hauptversammlung das Amt âReferent Wettkampfsportâ in der Vorstandschaft.
Schwabo vom 27.01.2014:
Reise von Afrika in den Zauberwald
Beim „Spo(r)tlight“ lassen es die TraumtĂ€nzer Rosen regnen, Stephan Rapp entfĂŒhrt nach Afrika, die jungen Turnerinnen in den Zauberwald, und die Frauengruppe flirtet mit ihrem Traummann, wĂ€hrend die „Blacklighters“ tolle Akzente setzen (im Uhrzeigersinn).

Foto: SchwarzwÀlder-Bote
Von Karina Eyrich
Albstadt-Ebingen. Welche Innovationskraft im Turn- und Sportverein Ebingen (TSV) steckt, hat das „Spo(r)tlight“ einmal mehr gezeigt: Ob Parkour, Zumba, Nachrichten aus Afrika oder eine Show bei Schwarzlicht â das Programm steckte voller Neuigkeiten.
„Der ganze Verein ist fĂŒr Sie im Einsatz“, so hat Hartmut Rall, Vorsitzender des TSV Ebingen, das Publikum zum „Spo(r)tlight“ am Samstag Abend in der Festhalle Ebingen begrĂŒĂt. Den ersten Einsatz der Zuschauer, die Halle und Empore fĂŒllten, hatte er da schon erlebt: Eine mitreiĂende Zumba-Show der Gruppe von Nadine Schieber â da mochten die Besucher einfach nicht stillhalten.
Der Atem stockte den Zuschauern freilich gleich im Anschluss, als Ethan Huber und Gabriel Sindlinger von der Radsportgemeinschaft Zollern-Alb â beide haben sich schon bei Deutschen Meisterschaften profiliert â mit ihren Mountainbikes das Treppensteigen praktizierten und trotz engem Raum auf der BĂŒhne tolle KunststĂŒcke â buchstĂ€blich bis zum Rand der KapazitĂ€t â zeigten. Toll: Wenn mal etwas nicht auf Anhieb klappte, ertönte der Applaus um so lauter.
Nicht weniger spannend war der Auftritt der Paurcours-Gruppe um Tilo Boebel, die quer durch die Halle ĂŒber HĂŒrden auf die BĂŒhne sprang und dort halsbrecherische Elemente vorfĂŒhrte â gutem Training und hoher Körperbeherrschung war es zu verdanken, dass die Ăbungen gefĂ€hrlicher wirkten, als sie waren.
Eine besonders faszinierende Show lieferten Eric Rall, Carolin Wacker, Valerie von Pressentin, Marco Morgenroth, Maximilian Albrecht und Rebecca Conzelmann mit akrobatischer Turnkunst im Schwarzlicht â und damit einmal mehr eine frische Idee fĂŒr die gröĂte Veranstaltung des TSV im Jahreslauf. Michael Schön, dem seine WeisheitszĂ€hne eine Zwangspause eingebracht hatten, lieĂ es sich nicht nehmen, seine Turner-Kameraden wenigstens anzukĂŒndigen â eine Aufgabe, die Sandra Eppler mit viel Charme vor allen anderen Programmpunkten ĂŒbernahm. Und da gab es einige KnĂŒller anzusagen: ob es Nadine Schiebers „Minidancer“ mit ihrem sportlich-eleganten Auftritt waren, der Flotte Tanz der Aerobic-Frauen um Jolanta Schieber, der pfiffige Dance-Mix zu Musik der 1990er Jahre, den die „Little Dreamers“ um Tanja Scherer und Marie Schultz zeigten, oder der zauberhaft inszenierte „Rabatz im Zauberwald“ â die jungen Turnerinnen um Alice Schumacher und Alexandra Jetter waren nicht nur toll geschminkt und gekleidet, sondern auch mutig bei ihren Figuren und bestens in Form.
In ein Bettuch mit Leoparden-Muster gehĂŒllt zeigte Stephan Rapp den ersten Teil seiner Turn-Akrobatik: Er stellte das einzige Tier dar, das sich bei seiner Namibia-Reise vor ihm versteckt hatte, und demonstrierte mit geschmeidigen und krĂ€ftigen Darbietungen, wie das dem Leoparden gelungen sein mag â auch auĂerhalb des Betttuchs.
Die Fitness-Frauen haben ihren Traum-Mann gefunden
Ein sicherer Kandidat fĂŒr QualitĂ€t im Programm sind stets die „TraumtĂ€nzer“ um Martina Ringle, und sie enttĂ€uschten das Publikum auch diesmal nicht: Nach einem grazilen Tanz zu Bette Middlers „The Rose“ lieĂen sie es rote Rosen und Flitter regnen â wunderschön anzusehen.
Einen Ăberraschungs-Erfolg verbuchten Uschi Ringle und ihre Fitness-Frauen, die beim Sketch „SchwĂ€bin sucht Mann“ lokale MerkwĂŒrdigkeiten auf die Schippe nahmen und das erste Rendezvous zur mitreiĂenden Musiknummer inszenierten, wobei ihr Traum-Mann Hahn im Korb war. Rudi Hotz, der eilends die fehlenden Requisiten herbeischaffte, verdiente sich Sonderapplaus: Er und das weitere Organisatorenteam um Heiko KĂ€ppel, Helmut Wacker, Sandra Eppler und Martina Ringle hatten sich wie immer mĂ€chtig ins Zeug gelegt â und Hartmut Rall zu Beginn somit nicht zu viel versprochen. Der Einsatz hielt auch nach der Show an: Bei Tanzmusik bewirtete der TSV seine GĂ€ste.
ZAK vom 27.01.2014:
Grazil, magisch, waghalsig
Der TSV Ebingen zeigt beim âSpo(r)tlightâ wieder Akrobatik pur
Albstadt-Ebingen, 27.01.2014
FĂŒr Ăberraschungen ist der Turn- und Sportverein Ebingen (TSV) bei seinem âSpo(r)tlightâ bekannt â und enttĂ€uschte sein Publikum auch diesmal nicht: Ob Schwarzlicht, Parcours-Akrobatik oder RSG-Trial-Show.
Nur angedeutet hat Hartmut Rall, Vorsitzender des TSV Ebingen, zu Beginn, was das Organisationsteam um Martina Ringle, Sandra Eppler, Heiko KĂ€ppel und Helmut Wacker an originellen Programmpunkten auf die Beine gestellt hatte, und somit konnte das Publikum in der voll besetzten Festhalle Ebingen nur ahnen, welches Feuerwerk es erwartete. Die InitialzĂŒndung gab die Zumba-Gruppe von Nadine Schieber und riss die Zuhörer sogleich mit.
Ethan Huber und Gabriel Sindlinger von der Radsportgemeinschaft Zollern-Alb demonstrierten, dass man auch auf dem Mountainbike Treppen steigen kann, wenn man wie sie zu den Besten in Deutschland gehört. Dabei nutzten sie buchstĂ€blich die gesamte BĂŒhne aus â und verlieĂen sie ebenfalls mit einem Sprung auf dem Rad.
Keine GerĂ€te brauchte die Parkour-Gruppe um Tilo Boebel fĂŒr ihre halsbrecherischen SprĂŒnge ĂŒber Hindernisse, an WĂ€nden hoch und ĂŒber die Kameraden hinweg. Das rockte ebenso wie die akrobatische Turn-Show mit Eric Rall, Carolin Wacker, Valerie von Pressentin, Marco Morgenroth, Maximilian Albrecht und Rebecca Conzelmann bei Schwarzlicht, die Michael Schön ankĂŒndigte â nur ihrer weiĂen Kleidung war es zu verdanken, dass die Zuschauer die hohe Körperbeherrschung wahrnehmen konnten. Die weitere Moderation ĂŒbernahm wie immer Sandra Eppler und fĂŒhrte durch ein Programm mit viel Abwechslung: Vom eleganten Tanz der âMinidancerâ um Nadine Schieber ĂŒber den temporeichen Auftritt der Aerobic-Frauen um Jolanta Schieber, den kecken Dance-Mix zu Musik der 90er Jahre mit den âLittle Dreamersâ um Tanja Scherer und Marie Schultz bis zur romantischen Show mit dem Titel âRabatz im Zauberwaldâ, welche die jungen SchĂŒtzlinge von Alice Schumacher und Alexandra Jetter in zauberhaften KostĂŒmen zeigten, reichte die Bandbreite.
Nachrichten aus Afrika von einem Tier, das sich dort gut vor ihm versteckt hatte, brachte Stephan Rapp; er turnte seine ersten akrobatischen Ăbungen in ein Betttuch mit Fellmuster gehĂŒllt, ehe er herausschlĂŒpfte und noch mehr zeigte. Rote Rosen lieĂen es die âTraumtĂ€nzerâ um Martina Ringle regnen, die zu Bette Middlers Hit âThe Roseâ mit ihrer eleganten und gekonnten Darbietung glĂ€nzten.
Witz und Esprit hingegen brachten Uschi Ringle und ihre Fitness-Frauen in die Show mit dem Sketch âSchwĂ€bin sucht Mannâ. Auf die Anzeige des âgut aussehenden Mannesâ, der eine âNymphomanin mit eigener Brauereiâ suchte, wollten sie lieber nicht antworten â und schlieĂlich war es Stephan Rapp, der sich beim Playback-Gesang âI sing a Liad fĂŒr Diâ als Traumtyp entpuppte â umschwĂ€rmt von den Frauen der sportlichen Gruppe.
Den Gastauftritt gestaltete in diesem Jahr die RSG Zollern-Alb. Deren Mountainbiker prÀsentierten in der Festhalle Ebingen eine waghalsige Trial-Show.
So gab es viel GesprĂ€chsstoff nach der Samstagabend-Show, als der TSV seine GĂ€ste im Foyer bewirtete und sie zur Musik noch das Tanzbein schwingen durften. Wer darĂŒber hinaus Lust auf Bewegung in fröhlicher Runde hat, findet weitere Informationen unter www.tsvebingen.de
Christian-Gerstenecker-Pokal fĂŒr ein Turn- und Organisationstalent
SchwarzwÀlder-Bote, 27.01.2014 17:36 Uhr
Foto: SchwarzwÀlder-Bote
Den Christian-Gerstenecker-Pokal fĂŒr herausragenden Einsatz in der Jugendarbeit des TSV Ebingen haben Alice Schumacher (links), stellvertretende Wettkampfreferentin, und Vorjahressiegerin Alexandra Jetter beim „Spo(r)tlight“ an Eric Rall ĂŒberreicht. Rall ist seit zwei Jahren Jugendleiter, setzt sich als Ăbungsleiter ein und gehört darĂŒber hinaus zu den besten Turnern des TSV â sein gröĂter Erfolg war der Sieg bei der WĂŒrttembergischen Meisterschaft im Jahn-Wettkampf vor drei Jahren. Alice Schumacher wĂŒrdigte Ralls Einsatzbereitschaft, vor allem bei ArbeitseinsĂ€tzen und dem Organisieren von Jugendveranstaltungen. Die Begeisterung fĂŒr den Turnsport ist Rall in die Wiege gelegt worden: Schon sein GroĂvater Viktor Rall hat mit viel Erfolg den Verein gefĂŒhrt. Derzeit ist sein Vater Hartmut Rall KapitĂ€n des TSV-Dampfers.
SchwarzwÀlder-Bote, 03.09.2013
Der geht rein: Beim zehnten Elfmeterturnier im Mazmann hatten die TorhĂŒter meist das Nachsehen.
Foto: EyrichFoto: SchwarzwÀlder-Bote
Albstadt-Ebingen. Ein kleines JubilĂ€um hat die FuĂballabteilung des TSV Ebingen beim Mazmann-Turnier im ElfmeterschieĂen gefeiert: Es war das zehnte und die Beteiligung entsprechend gut: 22 Mannschaften mit teils höchst originellen Namen spielten am Samstag Nachmittag um den Wanderpokal und die GeldprĂ€mien, darunter die „Reisegruppe Lustig und Söhne“, die „Eintracht Insolvenz“ und „Old Bones“.
Alles andere als „Alte Knochen“ brauchten die Spieler, um ihre Mannschaften in die Halbfinals zu schieĂen, in denen die Söhne Spartas 2 dem Team „Feiern 1“ mit 1:2 unterlagen, wĂ€hrend der FC Schluckis das Team „Mapsy Stetila“ mit 4:2 besiegte. Letztere setzen sich im Spiel um Platz drei mit 2:1 gegen die Söhne Spartas 2 durch, ehe im Finale „Feiern 1“ den „FC Schluckis“ besiegte.
Bereits am Freitag standen sich beim AH-Turnier acht Mannschaften in zwei Gruppen gegenĂŒber, wobei der TSV Laufen, der TSV StraĂberg, der TSV Benzingen und die Sportfreunde Bitz es ins Halbfinale schafften. Im Spiel um Platz drei wurde es richtig spannend, denn der TSV Laufen besiegte die Sportfreunde Bitz erst nach Neun-Meter-SchieĂen, und auch der TSV Benzingen und der TSV StraĂberg mussten ob des 0:0 in der regulĂ€ren Spielzeit am Neun-Meter-Punkt antreten. Von dort trafen die StraĂberger nur zwei Mal, die Benzinger jedoch vier Mal und hatten somit anschlieĂend besonders viel zu feiern bei guter Bewirtung, die das Team um Abteilungsleiter Walter Brenner organisiert hatte.
GemÀà Information durch die Stadtverwaltung machen weitere Untersuchungen und Arbeiten an der Deckenkonstruktion in der SchloĂberghalle leider eine weitere Sperrung der Halle erforderlich.
Der gesamte VereinsĂŒbungsbetrieb muss daher im Zeitraum 19.05. bis 30.05.2014 abgesagt werden. Bitte informiert auch die betroffenen Personen aus Eurem Bekanntenkreis entsprechend.
Ob eine weitere Sperrung der Halle notwendig sein wird, kann derzeit noch nicht abgeschÀtzt werden. Wir werden Sie ggf. weiter unterrichten.
Wir hoffen auf Euer VerstĂ€ndnis fĂŒr den Ausfall.
SchwarzwĂ€lder-Bote, 20.01.2013                                                                Von Beatrix MĂŒller
Albstadt-Ebingen. Nichts fĂŒr schwache Nerven waren die atemberaubenden LuftsprĂŒnge der Akteure beim „Spo(r)tlight des TSV Ebingen, ein Augenschmaus die Darbietungen der TĂ€nzer und Turner und umjubelt der Gastauftritt des „Club Handicap“.
„Letâs swing“ â so lautete das Motto beim „Spo(r)tlight 2013“, bei dem der TSV Ebingen am Samstag Abend in der Festhalle gleich mehrere Premieren prĂ€sentiert hat. Die Seine als Co-Moderator von Sandra Endlichhofer hat Michael Schön bestanden. Flott und frech prĂ€sentierten die beiden nach dem Auftakt mit allen Akteuren des Abends, die auf der BĂŒhne swingten, die zweite Premiere: einen Auftritt der Turnerinnen um Alice Schumacher, die auf der neuen Airtrack-Bahn der Schwerkraft ein Schnippchen schlugen, die bewiesen, dass Menschen eben doch fliegen können â und dabei Salti mit dreifacher Schraube schlugen. Vorsitzender Hartmut Rall sah das Ganze entspannt: Die weiche Unterlage mache das Fliegen durch die Luft „extrem ungefĂ€hrlich“ â selbst fĂŒr die Zuschauer in der ersten Reihe. Dritte Premiere war der Gastauftritt des Club Handicap mit silbernen Hanteln â Inklusion auf Ebene des Sports, die das Publikum mit stĂŒrmischem Applaus belohnte.
Wie gut, dass die Gruppe der ehemaligen Turnerinnen nach deren Abitur nicht zerbrochen ist: Sie haben nach ihren Auslandsaufenthalten Albstadt wieder zum Dreh- und Angelpunkt der Welt gemacht und griffen mit ihrem Tanz „Swing Around The World“ das Motto des Abends auf. Mit „Troublemaker“ und „Alegria“ brachten die Little Dreamers, trainiert von Tanja Scherer und Marie Schultz, neben Schwung auch Farbe auf die BĂŒhne, wĂ€hrend die Landessiegerinnen bei „Jugend trainiert“ fĂŒr Olympia, Rebecca Conzelmann und Carolin Wacker, ganz in Schwarz akrobatische Meisterleistungen vollbrachten und mit eleganten Bewegungen bestachen.
Optischer Höhepunkt war freilich das Schattenspiel der ehemaligen Turnerinnen, die ihr Publikum mitnahmen auf eine Reise um die Welt und hinter einer Leinwand Àgyptische Kamele und balinesische TÀnzerinnen, Cowboys und Tango-TÀnzer zum Leben erweckten, aber eben auch GegenstÀnde durch geschickten Körpereinsatz darstellten.
Der Kampf MĂ€dchen gegen Jungswird auf offener BĂŒhne ausgetragen
Die neue Choreographie „Traumwelt“ von Martin Ringles TraumtĂ€nzern war ebenfalls ein Augenschmaus und setzte mit den geschmeidigen, flieĂenden Bewegungen einen spannenden Kontrast zum „Tanzbattle“ zwischen MĂ€dchen und Jungs: Carolin Wacker, Rebecca Conzelmann und Valerie von Pressentin traten gegen Maximilian Albrecht, Eric Rall und Michael Schön an, vereinten tĂ€nzerische und turnerische Elemente â zuweilen sexy, und immer mit viel Tempo. Beim Publikum hatten sie damit auf jeden Fall gewonnen. Einen traumhaft schönen Schlusspunkt setzten die Turnerinnen von Alice Schumacher, die mit ihrer Akrobatik auf dem Schwebebalken bei manchem Zuschauer den Atem stocken lieĂen.
Eine weitere Premiere hatte der zweite Teil ĂŒbrigens auch zu bieten: Comedy mit Eleonore Endlichhofer und GĂŒnter Straub als Geschwisterpaar auf der Suche nach einer unangenehmen „Duft“-Quelle â eine gelungene Auflockerung, die gerne in die Fortsetzung gehen darf.
Dem Motto „Letâs Swing“ schlossen sich die Besucher anschlieĂend im Foyer gerne an und schwangen das Tanzbein zur Live-Musik oder lieĂen sich mit Leckereien aus der TSV-KĂŒche verwöhnen.
SchwarzwÀlder-Bote, 06.01.2013
Albstadt-Ebingen
Erfolgreich auf Gau-, Regional- und Landesebene: die jungen Sportler des TSV Ebingen. Foto: EyrichFoto: SchwarzwÀlder-Bote
Seine erfolgreichsten Jugendsportler hat der TSV Ebingen ausgezeichnet. Heiko KĂ€ppel, Referent fĂŒr Wettkampf zeichnete die 15 MĂ€dchen und Jungen aus, die bei Meisterschaften auf Gau-, Landes- oder Bundesebene Spitzenplatzierungen erreicht haben.
Monika Ulshöfer hat im Elementarwettkampf den ersten Platz im Gau- und Regiofinale sowie den sechsten Platz im Landesfinale belegt. Annalena Henne hat erste PlĂ€tze bei den Gaumeisterschaften im Pflicht-Vierkampf und SchĂŒler-Mehrkampf sowie beim Gau- und Regiofinale im Elementarwettkampf belegt. Zweite PlĂ€tze holte sie bei den Talentiaden in Berkheim und Hechingen sowie beim Stauseepokal in der Einzel-KĂŒr. Vierte wurde sie in den Landesfinals im Jahn-Sechskampf und im Talent-Cup, FĂŒnfte im Landesfinale Elementarwettkampf.
Lilli Gerth hat im Landesfinale des Jahn-Sechskampfs Platz eins belegt. Hannah Boss hat erste PlĂ€tze im Gaufinale des SchĂŒler-Mehrkampfs und im Gau- und Regiofinale Elementarwettkampf geholt sowie zweite PlĂ€tze im Deutschen Sechskampf bei den WĂŒrttembergischen und bei den Baden-WĂŒrttembergischen Meisterschaften. Im Elementarwettkampf hat Anja Gerig Platz eins im Gau- und Regiofinale belegt, im Wahlwettkampf Platz zwei bei den Baden-WĂŒrttembergischen Meisterschaften beim Landesturnfest in Heilbronn und im Elementarwettkampf Platz zwei im Landesfinale.
Leonie Greiner war im SchĂŒler-Mehrkampf Erste im Gaufinale, im Elementarwettkampf Erste im Gau- und Regiofinale sowie Sechste im Landesfinale. Platz eins im SchĂŒlermehrkampf hat Florine Wörz im Gaufinale belegt und darĂŒber hinaus Platz zwei im Landesfinale geholt. Auch beim Stauseepokal belegte sie mit ihrer Einzel-KĂŒr Platz zwei. Noah KĂ€ppel hat Platz eins bei den Gaumeisterschaften im Pflicht-Vierkampf belegt und wurde ebenso ausgezeichnet wie die erfolgreichen Mannschaften: Anja Gering, Leonie Greiner, Evelyn Karsten, Florine Wörz und Hannah Boss holten den ersten Platz bei Gaumeisterschaften und im Regionalfinale KĂŒr, den ersten Platz beim Stauseepokal und Platz zwei in der Kreisliga A.
Aylin Dejna, Maike Maier, Doreen Peetz, Kim Rösch, Annalena Henne und Lara Schiele holten den ersten Platz beim Stauseepokal und Platz drei im Regionalfinale im Pflicht-Vierkampf.
SchwarzwÀlder-Bote, 23.12.2012
Albstadt

Mit Tamara Khokhlova trainieren die TSV-Turnerinnen Haltung: Hannah Boss, Aylin Dejna, Anja Gerig, Leonie Greiner, Annalena Henne, Evelyn Karsten, Maike Maier, Doreen Peetz, Kim Rösch, Lara Schiele und Florine Wörz. Foto: SchwarzwÀlder-Bote
Alte Bekannte und junge Olympioniken dĂŒrfen zwölf Turnerinnen des TSV Ebingen treffen â und dabei wollen sie eigentlich nur einmal dort turnen, wo sonst nur die GroĂen ihres Sports trainieren: Bei der Aktion „WĂŒnsch dir was“ des SchwarzwĂ€lder Boten und der Sparkasse Zollernalb haben sie sich einen Tag im Kunst-Turn-Forum des SchwĂ€bischen Turnerbunds (STB) in Stuttgart gewĂŒnscht, Silbermedaillengewinner Marcel Nguyen getroffen â und Lina Hirschoff.
Die MeĂstetterin â selbst erfolgreiche Turnerin des TSV MeĂstetten â absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr beim STB und kĂŒmmert sich im Kunst-Turn-Forum nicht nur um Verwaltungsaufgaben, sondern trainiert auch den Nachwuchs und ist dort umgeben von Spitzensportlern. Dass auch Marcel Nguyen dazugehört und in der Halle ist, spricht sich unter den AlbstĂ€dterinnen und Trainerin Alice Schumacher schnell herum.
Trotzdem ziehen sie sich erst um, denn die besten Trainingsbedingungen im Land wollen ausgenutzt werden. „Wir verfĂŒgen ĂŒber je einen kompletten mĂ€nnlichen und weiblichen GerĂ€tesatz“, erklĂ€rt Lina Hirschoff und zeigt auf die Halle mit Barren, Recks, Trampolinen, Schwebebalken, Sprungbrettern und anderen GerĂ€ten. ZunĂ€chst einmal aber geht es mit Marie-Luise Probst-Lindermann nach oben â in eine kleine Halle mit federndem Boden: AufwĂ€rmen muss sein.
Als die Trainerin verkĂŒndet: „Ich mache mit Euch die HĂ€lfte des Sprungkraftprogramms, das ich heute frĂŒh mit meinen SiebenjĂ€hrigen gemacht habe“, fĂŒhlen sich die TSV-MĂ€dchen herausgefordert, klar. Im Zirkel springen sie ĂŒber BĂ€nke und Kisten, stehen auf einem Bein auf und setzen sich, Gewichte in der Hand, und legen Spagats aufs flauschige Parkett, dass die mitgereisten MĂŒtter nur so staunen.
Beim Handstandwettbewerb dĂŒrfen sie auch „spazieren gehen“ â geradewegs zum nĂ€chsten Trainer. Robert Mai weist sie auf die „Bogenspannung“ hin, die nötig ist, um bei Flik-Flaks und Salti gut auszusehen. „Deshalb immer den Kopf strecken und zu den HĂ€nden schauen“, mahnt er. „Wir haben hier schon traumhafte Bedingungen“, sagt Erfolgstrainer Rainer Schrempf, der schon zwei Mal eine Turn-Gala des TSV Ebingen moderiert hat und kurz reinschaut, wie sich die AlbstĂ€dterinnen halten. „Aber wenn wir jeden hier reinlassen wĂŒrden, der rein will, hĂ€tten wir tĂ€glich 1000 Leute drin.“ Soviel also zur ExklusivitĂ€t, in deren Genuss die zwölf Sportlerinnen kommen.
Die will freilich verdient sein. „Jetzt geht es an die Schnitzelgrube“, erklĂ€rt Lina Hirschoff, als die MĂ€dchen in die groĂe Halle dĂŒrfen. Doch mit Essen hat das nichts zu tun â im Gegenteil: Nach einem Salto Ăberschlag fĂ€llt jede Turnerin einzeln in das tiefe Becken und verschwindet bis auf einen FuĂ oder zwei in Schaumstoff. Nur ein Glucksen und Kichern aus der Tiefe signalisiert: Es hat SpaĂ gemacht.
Die FĂŒĂe stehen auch bei der nĂ€chsten Einheit mit Tamara Khokhlova im Fokus: Die Trainerin nimmt es genau, wenn es um Haltungsfragen, optimal gestreckte FuĂspitzen, Arme und HĂ€nde geht. „Die JĂŒngsten machen nur solche Ăbungen“, weiĂ Lina Hirschoff, „denn bevor sie ĂŒberhaupt an die GerĂ€te dĂŒrfen, brauchen sie Kraft und Ausdauer.“ SchĂŒler, die im Kunst-Turn-Forum trainieren dĂŒrfen, besuchten die Partnerschulen des STB, erklĂ€rt die MeĂstetterin, „denn mit den Unterrichtszeiten an einer normalen Schule wĂŒrde es nicht funktionieren.“ AuĂerdem arbeite der STB mit dem OlympiastĂŒtzpunkt zusammen â von der gegenĂŒberliegenden Hallenseite schaut einer der Olympioniken den MĂ€dchen zu: Marcel Nguyen scheint der Enthusiasmus der TSV-Turnerinnen zu gefallen.
Als sie ihre Solo-Runde in der Halle drehen und alle GerĂ€te ausprobieren, ist der Turn-Star freilich schon verschwunden. Macht aber fast gar nichts, denn beim Tanz-Training mit Sandra Dreher-Mansur, einer feurigen Brasilianerin, dĂŒrfen sie sich selbst wie Stars fĂŒhlen und gehen nochmal richtig aus sich heraus. Bei ihr lernen sie Salsa â zu deutsch: die SoĂe. „Weil man da musikalisch ganz viele Sachen reingepackt hat“, erklĂ€rt Sandra. Beim Zhumba lachen sich die MĂ€dchen fast einen Ast, so viel SpaĂ macht es ihnen. Und beim abschlieĂenden HipHop gibt Sandra die Devise aus: „Immer cool und die Hose runterhĂ€ngen lassen.“
Cool â das ist nach solch intensiven Trainingsstunden genau das, was die AlbstĂ€dterinnen brauchen. Doch als sie erschöpft aus den Umkleidekabinen kommen, macht Lina Hirschoff ihnen nochmal richtig Mut: „Ăbt fleiĂig weiter, und wenn Ihr es in den Kader schafft, dĂŒrft Ihr immer hier trainieren.“ Und bevor sie mĂŒde Richtung Auto trollen, kommt er nochmal des Weges: Marcel Nguyen verabschiedet die TSV-Turnerinnen höchstpersönlich â auf dem Heimweg sind den MĂ€dchen, die im Auto einnicken, sĂŒĂe TrĂ€ume garantiert.